• 13 NOV 18

    Digitale Gesundheitsakte „Vivy“

    Fortschritt bedeutet Bewegung und der Medizinsektor ist in ständiger Bewegung.

    Die Kommunikationswege zwischen Ärzten, Therapeuten, Krankenhäusern und Versicherungen sind seit Jahrzehnten dominiert von papiergebundener Informationsweitergabe in Form von Briefen und Faxnachrichten.
    Politisch ist eine zunehmende Digitalisierung und Etablierung einer elektronischen Patientenakte gefordert. Einige Krankenkassen beteiligen sich an der digitalen Gesundheitsakte „Vivy“. „In der Vivy App können Menschen alle persönlichen Gesundheitsdaten wie Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne, Notfalldaten und Informationen bündeln und den behandelnden Ärzten zur Verfügung stellen“ (Original Text des Anschreibens der Fa. Vivy GmbH, Berlin).
    Ich möchte Sie heute darüber informieren, dass wir gegenwärtig keine Dokumente, Befunde, etc. aus unserem Praxisprogramm in eine solche App laden werden, da ich bzgl. Datensicherheit massive Bedenken habe, dass die vollmundig propagierte Sicherung der Datenübertragung und Datenweitergabe zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gewährleistet werden kann!
    Gerne können Sie die Befunde, wie bislang, in analoger Form, also auf Papier ausgedruckt, in der Praxis abholen. Ob sie diese dann in eine solche App laden, ist jedem freigestellt.
    Anfragen der Firma Vivy zu diesem Thema werde ich nicht beantworten, da diese Zeit in der Patientenversorgung fehlt. Auch werde ich aktuell keine Daten, die Sie von anderen Kolleginnen und Kollegen in die Vivy-App oder eine andere elektronische Patientenakte eingespeichert haben, in meine Praxis-EDV überführen. Ich arbeite zunächst mit Papierbefunden weiter, bis die Zeit und die Erfahrung gezeigt haben, dass die neue elektronische Welt wirklich sicher und gut ist.